"Verlorener Stamm" in Simbabwe?

Jäger der verlorenen Stämme: Der Brite Tudor Parfitt (rechts). Foto: Daily Mail

Der südafrikanische Stamm der Lemba soll Träger Jahrtausende alter jüdischer Kultur und Nachfolger von Juden von der arabischen Halbinsel sein. Ein kürzlich von britischen Wissenschaftlern vorgenommener Gentest soll nun den semitischen Ursprung der Schwarzafrikaner belegen. Das berichtete die «BBC» Anfang März in ihrer Online-Ausgabe. Initiiert wurde die Untersuchung von Tudor Parfitt, einem britischen Professor für Jüdische Studien an der University of London, der sich seit über 25 Jahren mit der jüdischen Herkunft afrikanischer Völker beschäftigt. Auch wenn die Lemba heute mehrheitlich Christen oder Muslime seien, so Parfitt gegenüber der «BBC», ließen ihre Riten und ihre Überlieferung auf jüdische Ursprünge schließen. Die mündliche Tradition der Lemba besagt, dass ihre sieben Vorfahren vor 2.500Jahren aus dem «Heiligen Land» in den Süden des schwarzen Kontinents geflohen seien. Die ca.80.000 im Norden Südafrikas und in Simbabwelebenden Lemba essen kein Schweinefleisch, beschneiden ihre männlichen Nachkommen und tragen eine Art Käppi, ähnlich einer Kippa. Auf den Grabstätten der Lemba sind David-Sterne eingraviert. Ihre geheime Gebetssprache ist eine Mischung aus Hebräisch und Arabisch.

 

 

 

«Jüdische Zeitung», April 2010